Genehmigungsplanung

Privatrechtliche Genehmigung

Im Zuge der Leitungsplanungen werden Teile von Grundstücken betroffen, die entweder einer dauerhaften oder temporären Nutzung unterliegen. Wir schaffen dementsprechende Voraussetzungen für die Betretung und Leitungssicherung der betroffenen Flurstücke in Form von Dienstbarkeitsbewilligungen und weiteren notwendigen Vereinbarungen (Bauerlaubnis, Betretungserlaubnis etc.).

Die Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern sind die wichtigste Voraussetzung für die dingliche Sicherung eines Flurstücks im Grundbuch. Wir verstehen unter erfolgreichen Grundstücksverhandlungen die persönliche Kontaktaufnahme mit dem Eigentümer und Pächter und das Eingehen auf Befindlichkeiten und Bedürfnisse dieser.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Liegenschaftsdienstleistungen ist zunehmend die Baubegleitung bei der Ausführung von Bauprojekten. Unsere Aufgabe ist es hier, die Eigentümer und Nutzer der Flurstücke mit Informationen zu versorgen und Absprachen zum Bauverlauf zu treffen. Anschließend erfolgt die Flurschadensregelung mit den Betroffenen.

Wesentliche Punkte für die Leitungssicherung bestehen aus verschiedenen Komponenten. Das sind vorab die Ermittlung und Aufstellung der Basisdaten für die weitere Vertragsgestaltung, die Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern und Pächter/Nutzern, die Beantragung von Abwesenheitspflegschaften, die Erstellung von Enteignungsunterlagen und auch die Schaffung von Voraussetzungen zur Durchführung von Ausgleichs-und Ersatzmaßnahmen.

Nutzen Sie unsere Erfahrungen für Ihre Projekte!
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Öffentliche Genehmigung

Die DENA-Netzstudie II (Deutsche Energie-Agentur GmbH) bestätigt, dass die Stromnetze in Deutschland vor einem grundlegenden Wandel stehen. Durch die Integration Erneuerbarer Energien besteht bis 2020 ein Bedarf von 3.600 km Hochspannungstrassen, wobei durch den Einsatz von Hochtemperaturseilen / Monitoring eine Netzentlastung vorübergehend erzielt werden kann.

Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) unterliegen Hochspannungsfreileitungen mit einer Nennspannung von 110 Kilovolt oder mehr sowie Hochspannungsleitungen zur Netzanbindung von Offshore-Anlagen i. S. des Erneuerbare-Energien Gesetzes grundsätzlich einem öffentlichen Genehmigungsverfahren.

Der rechtliche Rahmen, in dem sich Planung, Bau und Betrieb von Hochspannungstrassen bewegen, ist im Zuge von Novellierungen bestehender Gesetze und Einführung neuer Gesetze (z.B. EnLAG, NABEG o.a.) sehr komplex. Erschwerend kommen die Interpretations-möglichkeiten der vielfältigen Gesetze und Verordnungen hinzu. Unterschiedliche Herangehensweisen und Auffassungen der zuständigen Genehmigungsbehörden der einzelnen Bundesländer gilt es zu berücksichtigen.

Ferner ist die Resonanz in der Öffentlichkeit zu Neubauplanungen von Kabel-/Freileitungen und Umbauten an bestehenden Anlagen nicht zu unterschätzen und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Der Bundesgesetzgeber hat bereits im Jahr 2013 diesbezüglich eine Regelung der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planungsvorhaben in das Bundesverwaltungsverfahrensgesetz aufgenommen. Diese Regelung sieht vor, dass die betroffene Öffentlichkeit zu einem frühen Zeitpunkt, möglichst vor Stellung des Antrages auf Planfeststellung oder auf Erteilung einer Genehmigung, über die Ziele des Vorhabens, die Mittel zur Verwirklichung sowie die voraussichtlichen Auswirkungen mit der Gelegenheit zur Stellungnahme unterrichtet wird. Durch eine fachgerechte Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung werden die Transparenz und die Akzeptanz für das Vorhaben erhöht und helfen wesentliche Konflikte frühzeitig zu erkennen.

Weiterhin gilt es, die Projekte auch im Hinblick auf die naturschutzfachlichen Grundgedanken zu beleuchten. Dahingehend sollten naturschutzrechtliche Fachplanungen von Beginn an in die Gesamtplanung integriert werden, so dass eine vertretbare technische Planung in enger Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden umgesetzt werden kann.

Die Erstellung naturschutzrechtlicher Fachbeiträge findet in enger Kollaboration mit den technischen Fachabteilungen und den Naturschutzbehörden getreu nach dem Grundsatz:
VERMEIDUNG – MINIMIERUNG – KOMPENSATION
statt.

Wir können auf eine Vielzahl erfolgreich durchgeführter Genehmigungsverfahren wie Landesplanerische Abstimmung, Planfeststellung, Plangenehmigung, Anzeigeverfahren etc. in verschiedenen Bundesländern verweisen. Unser Leistungsportfolio umfasst alle Phasen der Planung sowie die Begleitung im Genehmigungsverfahren durch Teilnahme an Anhörungsverfahren (Scoping- und Erörterungstermine), Erwiderungen von Stellungnahmen und Einwendung aber auch Koordinierung aller Projektbeteiligten. Ob Sie unsere Kompetenzen entweder in ausgewählten Phasen oder Teilprojekten nutzen oder in die gesamte Projektierung bis zum genehmigten Vorhaben einbinden – sicher ist, wir stehen Ihnen in jeder Phase Ihres Projektes mit Fachkompetenz und Einsatz zur Verfügung.